1. Reisetag Anreise
Ankunft in Casablanca. Empfang am Flughafen und Transfer nach Marrakech zum Hotel. Nach dem Einchecken im Hotel ist noch Zeit, sich frisch zu machen und etwas zu ruhen. Anschließend spazieren Sie zum Treffpunkt der ganzen Stadt, dem Platz Jamaa el Fna, auch bekannt „als Platz der Geköpften“. In früheren Zeiten wurden dort Hinrichtungen in aller Öffentlichkeit vollzogen. So ändern sich die Zeiten! Heute ist der Platz Treffpunkt von Händlern, Gauklern, Musikern und Tänzer. Sie erleben in den Abendstunden ein buntes Spektakel auf dem Platz. Lassen Sie die farbenfrohe Präsentation der zahlreichen Garküchen, die Gestik der Märchenerzähler, die Kunststücke der Gaukler und die Zaubereien der Schlangenbeschwörer auf sich wirken. Übernachtung und Abendessen in Marrakech.
2. Reisetag Marrakech
Frühstück. Marrakech gilt als das Zentrum des Südens und ist eine der vier Königsstädte Marokkos. Im Gegensatz zu den nördlichen Städten des Landes, wurde Marrakech nicht von den Arabern, sondern von den Almoraviden gegründet, einem Volksstamm berberischen Ursprungs. Diese machten sich im 11. Jahrhundert vom Süden her auf, um zunächst dem Land, welches in viele Herrschaftsgebiete zersplittert war, eine Einheit zu geben. Im Laufe der Jahrzehnte drangen die Almoraviden bis in die südliche Hälfte der iberischen Halbinsel vor. Somit wurde Marrakech gegen Ende des 11. Jahrhunderts die Hauptstadt eines gewaltigen Reichs. Im 12. Jahrhundert prägten die Almohaden die Stadt: Sie ließen die Koutoubia-Moschee erbauen und legten prachtvolle Gärten nach andalusischem Modell an. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Marokko zum französischen Protektorat erklärt. Die Franzosen ließen die alte Medina in Marrakech unangetastet und erbauten westlich des Zentrums ihre „Ville Nouvelle“. Ausgang für Ihre heutige Stadtbesichtigung ist der Platz Jamaa el Fna. Im Nordosten des Platzes führt Sie die von geflochtenen Matten überdachte Rue Souk Smarine durch die Medina. Sie gelangen zur Medrese Ben Youssef, einst die größte Koranschule des Maghreb, und auf die gleichnamige Moschee. In den letzten Jahren mit großem Aufwand herausgeputzt, funkelt die Medrese mit ihrem Stuck- und Schnitzdekor heute wie neu. Um den nach maurischem Stil dekorierten Innenhof gruppieren sich Studentenkammern, deren Fenster kunstvoll verziert sind (Öffnungszeiten: tägl. 9-12h / 15-18h). Der Moschee direkt gegenüber liegt die Koubba Barudiyn, die zu den architekturgeschichtlich bedeutendsten Bauten der Stadt gehört. Ursprünglich beherbergte sie eine Art Hamam für die vorgeschriebenen Waschungen vor Betreten der Moschee Ben Youssuf. Nutzen Sie möglichst die Gelegenheit, den Souk zu erkunden. Dieser ist in bestimmte Viertel aufgeteilt, die sich seit eh und je auf bestimmte Waren spezialisiert haben. Ob Töpferkunst, Teppiche, Gewürze, Leder, Schmuck oder Kosmetik und Tinkturen, das Warenangebot ist vielfältig. Am Nachmittag besuchen Sie zunächst den südlich des Platzes Jamaa el Fna gelegenen Bahia-Palast (Öffnungszeiten: tägl. 9-12h / 15-18h), die im 19. Jahrhundert errichtete Residenz der Großwesire Si Moussa und Ba Ahmed. Labyrinthisch angelegte Empfangssäle, Galeriehöfe und Innengärten vermitteln Ihnen einen Eindruck maurischen luxuriösen Kunsthandwerks. Anschließend erkunden Sie das Kasbah-Viertel, das aus dem typischen Stampflehm errichtet ist. Bei einer Tasse Tee auf einem der den Platz umgebenden Dachterrassencafés lassen Sie den Tag ausklingen und genießen den Blick auf das enge Häusergefüge der rostroten Medina. Abendessen und Übernachtung in Marrakech.
3. Reisetag Marrakech – Essaouira
Frühstück. Heute fahren Sie nach Essaouira, einer der schönsten Küstenstädte Marokkos mit ausgedehnten Badestränden. Sie betreten die Stadt für Ihre heutige Besichtigung durch das Tor Bab Doukkala, das den Zugang zur Medina bildet, und befinden sich auf der Hauptstraße zu den Souks. Sie passieren die Moschee und gelangen zu dem Viertel um den Platz Moulay el Hassan, das südeuropäisches Flair versprüht. Dort gibt es nicht nur eine Vielzahl von Cafés und Restaurants, sondern auch viele kleine Läden, die Kunsthandwerk, z. B. Holzarbeiten aus Arganien- oder Zitronenholz anbieten. Jenseits der Porte de la Marine beginnt das lebhafte Hafenviertel, in dem häufig Fischerboote ihren frischen Fang anbieten. Von der Hafenmauer aus erblicken Sie die Purpurinseln, auf denen schon die Phönizier Purpurschnecken sammelten und daraus rötlichen Farbstoff für edle Gewänder herstellten. Heute sind die Inseln unbetretbares Vogelschutzgebiet. Von dem Festungsturm Scala du Port bietet sich Ihnen ein wunderschönes Panorama der Seemauern und der weißen Häuser von Essaouira. Abendessen und Übernachtung in Essaouira.
4. Reisetag Essaouira – Diabat - Marrakech
Nach dem Frühstück fahren Sie in das 5 km südlich von Essaouira gelegene Dörfchen Diabat. Am Sandstrand sehen Sie die Ruinen eines fast zur Gänze im Sand versunkenen Palastes, den Sultan Mohammed Ben Abdallah im 18. Jahrhundert als seine Sommerresidenz errichten ließ. Legendär wurde der Ort auch in den 1970er Jahren durch eine kleine Hippiekolonie, die sich dort ansiedelte und in der auch Jimi Hendrix Gast war. Von Diabat erzählt er in seinem Song „Castles made of Sand“. Rückfahrt nach Marrakech. Am späteren Nachmittag fahren Sie in den Norden der Stadt, um die in der französischen Protektoratszeit angelegten Majorelle-Gärten zu besuchen. In den frühen Abendstunden verströmen die tropischen Pflanzen des Gartens wundervolle Düfte. Der Garten wurde von Jacques Majorelle erschaffen, einem französischen Maler, der hier sein Atelier anlegte und für die Fassade ein intensives kobaltblau verwendete, das heute als Majorelle-Blau genannt wird. Yves Saint-Laurent kaufte in den Achtziger Jahren den Garten und nach seinem Tod 2008 wurde seine Asche im Garten verstreut. Abendessen und Übernachtung in Marrakech.
5. Reisetag Rückflug Frühstück. Am frühen Morgen heißt es Abschied nehmen. Transfer zum Flughafen von Casablanca und Rückflug nach Deutschland.

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 |  |  | | Im Hintergrund von Marrakech sehen Sie die Berge des Hohen Atlas. |  |  |  |  | Marrakech: Im Souk finden sie eine große Auswahl marokkanischer Köstlichkeiten.
|  |  |  |  | Essaouira bietet historische Sehenswürdigkeiten und die unmittelbare Nähe des Meeres. Die mit Kanonen besetzten Mauern zeugen von Essaouiras Vergangenheit als maritimer Drehpunkt.
|  |  |  |  | Ein Spaziergang im Hafen von Essaouira ist ein reizvolles Erlebnis. Hier treffen Tradition, Geschäftigkeit und Parbenpracht aufeinander.
|  |  |  |  | Pavillon am Wasserbecken in den Menara-Gärten, die Besuchenden staunen über die kunstvolle Handwerksarbeit.
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