1. Tag Auf nach Tuschetien
Tuschetien. Man könnte fast meinen: Hinter den sieben Bergen bei den … Wer kennt schon diesen wilden und schönen Landstrich? Für die meisten ist es ein weißer Fleck auf der Landkarte. Die georgische Bergprovinz liegt im Nordosten des Landes im Großen Kaukasus. Die wildromantische Landschaft zieht ihren besonderen Reiz aus den dichten Wäldern, den schneebedeckten Bergen und den Wiesen und Alpenblumen. Mit Höhen von über 4 000 m zählen der Diklo, der Komito und der Tebulo zu den höchsten Gipfeln des Ostkaukasus. Sie erreichen Tibilissi am Abend. Mit einem herzlichen გამარჯობა! Gamardschoba! empfängt Sie Ihre georgische Reiseleiterin und informiert während der Fahrt zum Hotel schon ein wenig über das Land.
2. Tag Tbilissi: tolerant, weltoffen und fröhlich
Tbilissi befindet sich seit einigen Jahren im Wandel: Die Stadt ist modern geworden und es herrscht eine kosmopolitische Atmosphäre. Heute Morgen schlendern Sie erst einmal durch die Altstadt, einer seltenen Mischung von Orient und Okzident. Enge Gassen, orientalische Märkte, Bäder mit Schwefelquellen, zahlreiche Kirchen, wie z. B. die Metechi-Kirche aus dem 13. Jh., die Sioni-Kirche (Zionskirche) und die Antschischatj-Kirche aus dem 6. Jh., Moscheen und bunte Häuser mit geschnitzten Holzbalkonen, umrankt von Weinlaub, machen Tbilissi zu einer besonderen Attraktion. Zahlreiche Restaurierungsmaßnahmen jüngeren Datums geben der Altstadt ihren einstigen Glanz zurück. Die Kunstgewerbeläden, Boutiquen und originellen Cafés in der Fußgängerzone laden zum Bummel und Verweilen ein. Haben Sie schon das georgische Käsebrot Khachapuri probiert? Ein äußerst schmackhafter Imbiss. Nachdem Sie sich gestärkt haben, besuchen Sie das Kunstmuseum. Für Sie wird die Schatzkammer geöffnet, die eine der wertvollsten Sammlungen christlicher sakraler Kleinodien und Meisterwerke der georgischen Goldschmiedekunst zeigt. Beim folgenden Besuch der Hauptfestung Narikala haben Sie einen herrlichen Blick auf Tbilissi. Anschließend spazieren Sie über die Flaniermeile der Stadt, den Rustaweli-Prospekt. Gesäumt von Platanen und Palais georgischer Adeliger aus dem 19. Jh., vom Parlament und von luxuriösen Hotels, strahlt er eine besondere Atmosphäre aus. Mischen Sie sich in einem der vielen Cafés unter die Georgier.
3. Tag Fahrt nach Kachetien: Tbilissi - Höhlenkloster David Garedscha - Telavi (ca. 300 km, ca. 5 Std.)
Erstes Ziel ist das ca. 75 km entfernte Höhlenkloster David Garedscha, nahe der aserbaidschanischen Grenze. Sie fahren durch die Halbwüste, vorbei an Salzseen, und erreichen das älteste Kloster Georgiens, das auf der Vorschlagsliste zum UNESCO-Weltkulturerbe steht, inmitten der herrlichen Landschaft am Berg Udabno gelegen. Bei gutem Wetter reicht der Blick von hier oben bis nach Aserbaidschan. Das Höhlenkloster ist für seine wertvollen Fresken aus dem 19. Jh. bekannt. Etwas höher noch liegt das Kloster Udabno. Hin und zurück dauert die Wanderung dorthin 1,5 - 2 Stunden. Auch hier finden Sie in den verlassenen Höhlenkirchen wunderschöne Fresken aus dem 8. - 13. Jh. Nach einem Picknick ist Ihr nächstes Ziel die kleine Stadt Signagi. Die romantische Altstadt mit den geschnitzten Holzbalkonen begeistert viele Besucher und der herrliche Blick auf das malerische Alasani-Tal ist beeindruckend. Nach 52 km erreichen Sie Telavi, die Hauptstadt der Weinprovinz Kachetien (Kacheti). Unter Weinkennern finden die georgischen Weine immer größeren Anklang. Bei einer Weinprobe in einem alten Gewölbekeller in Napareuli kosten Sie die besonderen Tropfen der Region. Eine Gaumenfreude bereitet dann die bereits für Sie angerichtete georgische Tafel.
4. Tag Auf nach Tuschetien: Telavi – Omalo (ca. 125 km, ca. 4 - 5 Std.)
Mit Jeeps machen Sie sich auf die Zeitreise nach Tuschetien (Tuscheti). Die Fahrt ist beschwerlich, aber die herrliche Landschaft versöhnt. Unterwegs schauen Sie sich zunächst in Alawerdi das gleichnamige Kloster an, gegründet im 4. Jh. n. Ch. Die heutige Kathedrale wurde im 11. Jh. errichtet und ist die zweithöchste Kathedrale Georgiens nach der Sameba-Kirche in Tbilissi. Nach einer Fahrt von ca. 4 - 5 Std. erreichen Sie endlich Tuschetien. Durch das Babaneuris-Naturschutzgebiet fahren Sie durch einsame Täler mit dicht bewaldeten Bergen entlang des Flusses Stori, entdecken kleine Dörfchen mit mächtigen Wehrtürmen aus dem 12. - 13. Jh., die als Beobachtungstürme dienten. Mit Rauchzeichen wurde vor den nahenden Feinden gewarnt. Picknick im Freien. Die Zeit scheint stehen geblieben. Vielleicht lädt Sie einer der Bergbauern in seiner Almhütte zu einem Glas frischer Ziegenmilch ein. Majestätisch liegen die Berge des Kaukasus, deren Gipfel mit ewigem Eis und Gletscherkappen bedeckt sind. Sie fahren über den höchsten befahrbaren Pass Georgiens, den Abano-Pass (2 975 m) (Fahrt ca. 90 km). Wenn die Wetterverhältnisse stimmen, kann man sich an der Aussicht auf Kachetien und Tuschetien kaum satt sehen. Eine gute Gelegenheit zum Verweilen und um - wie die Einheimischen es tun - den Berggöttern ein Trinkopfer für die weitere gute Fahrt zu erbringen. Das Ziel ist bald erreicht, auf ca. 2 000 m wird Ihnen Ihr Lager im Dorf Omalo bereitet, nicht auf Stroh, aber doch einfach wie in einer Berghütte. Die Gastfreundschaft der Familie, die traumhafte Landschaft und das leckere Essen bieten einen Ausgleich für das „harte“ Lager und machen den Aufenthalt im Gebirge zu einem einzigartigen Erlebnis. Probieren Sie den selbst gemachten tuschetischen Gouda und einen selbst gebrannten Schnaps. Wir wünschen Ihnen gute Träume in der klaren Bergluft. Höhendifferenz zwischen Telavi und Abano-Pass ca. 2 175 m, zwischen Telavi und Omalo ca. 1 200 m.
5. Tag Tuschetische Dörfer (Schenako – Diklo)
Wollen Sie heute wandern oder lieber spazieren gehen? Beides ist möglich. Die Umgebung von Omalo ist wunderschön und Omalo selbst hat auch einiges zu bieten: eine alte Festung mit Wehrtürmen und ein ethnografisches Museum, das über die Lebensweise der Bergbauern Auskunft gibt. Wenn Sie aber Lust auf eine Wanderung haben, folgen Sie Ihrem Bergführer und gehen mit ihm 6 km ins Dorf Schenako. Die Wanderung führt zunächst abwärts zum Fluss Pirikita Alasani und nach der Brückenüberquerung weiter über einen anspruchsvollen Serpentinenweg auf das Schenako-Plateau. Hier gönnen Sie sich ein Picknick. Interessant ist die heidnische Kultstätte direkt neben der Kirche, wo bis heute Traditionen aus vorchristlicher Zeit gepflegt und Feste gefeiert werden. Bis Diklo, der letzten georgischen Ortschaft an der dagestanischen Grenze mit hübschen Häusern, sind es ca. 5 km leichter Fußmarsch. Schauen Sie den Frauen am Webstuhl über die Schulter, die noch nach alten Traditionen weben. Ein leckeres Mittagsmahl wird für Sie angerichtet. Sie kehren zurück nach Omalo, der tuschetischen ‚Hauptstadt’. Hier wartet ein heißes Bad auf Sie und einheimische Gerichte stehen bereit. Auf Wunsch kann der Rückweg auch per Jeep zurückgelegt werden. Wanderung: Dauer ca. 5 - 6 Std., Distanz ca. 20 km. Höhendifferenz ca. 500 - 700 m. Shenako und Omalo liegen auf einer Höhe von ca. 2 000 m, Diklo liegt ca. 150 m höher.
6. Tag Dartlo, Parsma, Omalo
Auf der Bergstraße fahren Sie durch die Pirikita-Alasani-Schlucht, um das mittelalterliche Dorf Dartlo im Pirikita-Tal zu erreichen (1 850 m). Die Wehrtürme und die aus flachen Steinen gebauten Häuser geben dem Ort einen eigenwilligen Charakter. Infolge der Pest entstanden im 12. Jh. viele Totenhäuser und Grüfte. Lassen Sie sich von Ihrem Begleiter die Geschichten von den abergläubischen Tuschen erzählen, die die Pest als Strafe Gottes sahen. Bevor Sie sich einen Teil der Strecke zum Dorf Parsma (1 960 m) auf Schusters Rappen mit Blick auf mächtige Bergketten erwandern, wollen Sie sich vielleicht die Brutfelder von Geiern anschauen, die ganz in der Nähe liegen. Fast verlassen sind viele Bergdörfer Tuschetiens, so auch das Dorf Parsma. Schauen Sie sich um in einem der entlegensten Dörfer. Die Ruhe und die wunderbaren Ausblicke berühren. Immer wieder sehen Sie Schafhirten, deren einfaches und hartes Leben Achtung verdient. Mit dem Jeep fahren Sie zurück von Dartlo nach Omalo, wo Sie noch einmal übernachten werden und wo Ihnen frisch zubereitete Speisen serviert werden. Wanderung: Dauer ca. 5 Std., Distanz hin und zurück ca. 20 km
7. Tag Abschied von den Tuschen und Rückfahrt in die Hauptstadt (ca. 275 km, ca. 8 Std.)
Wieder überqueren Sie den Abano-Pass. Letzte Augenblicke in traumhafter Landschaft. Am Abend erreichen Sie Tbilissi - die Zivilisation hat Sie wieder.
8. Tag კარგად ბრძანდებოდეთ! Kargad brdzandebodet!
Auf Wiedersehen, schönes Georgien! Es geht zurück nach Deutschland. |
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 |  |  | | Vor der Fahrt ins wild-romantische Tuschetien lädt die Hauptstadt Georgiens ein zur gemütlichen Stadterkundung zu Fuß. |  |  |  |  | | Auf Ihrer Route liegt das Höhlenkloster David Garedscha. Eine Pause und ein kurze Wanderung zum höher gelegenen Kloster Udabno sind eine lohnenswerte Unterbrechung der Fahrt. |  |  |  |  | | Schneebedeckte Gipfel, blühende Bergwiesen, tiefe Täler. Die Natur Tuschetiens verleitet zum Träumen. |  |  |  |  | | Denken Sie an festes Schuhwerk. Wanderungen in dieser Gegend sind einfach ein Muss und führen an wunderschöne Orte. |  |  |  |  | | Natur, soweit das Auge blickt. |  |  |  |  | | Im Pirikita-Tal liegt Dartlo, ein kleines mittelalterliches Dörfchen. |  |  |  |  | | Die Zivilisation hat Sie wieder. Vielleicht bleibt Ihnen vor der Abreise Zeit, in diesem originellen Gebäude einzukehren: Wo zu jeder Stunde die Puppen tanzen, entspannen die Bewohner und die Besucher Tbilissis gerne bei einer Tasse Kaffee. |  | |