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| Viele der kirgisischen Berge erheben sich über 4000 m, einige sogar bis über 7000 m. |
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Wo die weite kasachische Steppe im Osten ihr Ende findet, ragen am Horizont die kirgisischen Bergketten in die Höhe und scheinen in einem Tagesmarsch erreichbar. In einer solchen Grenzregion im Nordosten Kirgisiens spielt die weltberühmt gewordene Erzählung „Dshamilja“ von Tschingis Aitmatov, über die Louis Aragon schrieb: „Für mich ist es die schönste Liebesgeschichte der Welt." Die Schilderungen der Natur in diesem Werk sind so treffend und schön, dass Reisebilder daneben ihre Wirkung verlieren. Wir zitieren Tschingis Aitmatov: „... und vor mir tauchten seltsam bekannte, von Kindheit an vertraute Bilder auf: Hoch über den Jurten, hoch wie ziehende Kraniche schwammen zarte, rauchblaue Wolken; Pferdeherden jagten wiehernd und stampfend über die dröhnende Erde zur Sommerweide, und Fohlen mit ungeschorenen Mähnen und wildem, schwarzem Feuer in den Augen umkreisten die Mutterstuten wie besessen; Schafherden ergossen sich in breitem, ruhigem Strom über die Hügel, ein Wasserfall stürzte vom Felsen herab und blendete die Augen mit seinen weißen Schaumfetzen; in der Steppe jenseits des Flusses versank die Sonne langsam im dichten Pfriemengras, am feurigen Saum des Horizonts galoppierte ein Reiter, als jage er hinter der Sonne her – schon konnte er sie fast mit der Hand greifen - und versank gleichfalls im Gestrüpp und in der Dämmerung.“ Dahinter ist das Land ein Gebirgsland mit unberührten und anmutigen Landschaften, seit der Zeit der Ahnen mit viel Hingabe in den Liedern besungen und bis heute bewußt gepflegt. Schon die Fahrt von der Hauptstadt Biskek zum Issyk-Kul See, fast so groß wie ein Meer, ist ein Erlebnis. Man muss genügend Zeit einplanen, um kleine Abstecher in die Täler zu unternehmen, dort oder da zu übernachten, einen oder zwei Tage zu bleiben, den Abend und den Sonnenaufgang zu erleben. Die Reise wird unvergeßlich sein.
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